Keine Panik: Wespennester im Wohnbereich

Veröffentlicht auf von MTPortal | Thomas Hohnen

 

Bei einer Vielzahl Menschen lösen sie Angst und Panik aus: Wespennester. Besonders im Spätsommer, wenn die Wespenvölker ihre höchste Population erreichen, werden diese Kerbtiere für viele Leute zum Problem. Aber sind Wespen im Wohnumfeld des Menschen wirklich problematisch oder gar eine Bedrohung?

 

Vespa2Über Wespen

In Deutschland kennen wir mehrere Arten staatenbildender Wespen, die auch in menschlichen Siedlungsbereichen anzutreffen sind. Zu den verbreitetsten Vertretern zählen hier die "Deutsche Wespe" und die "Gemeine Wespe", die uns gerne am Kaffeetisch beehren. Andere Arten, wie etwa "Mittlere Wespe" oder "Sächsische Wespe", wird man nur in Ausnahmefällen "bei Tisch" antreffen, da sie keinerlei Interesse an süßen Lebensmitteln haben. Auch die größte heimische Wespenart, die Hornisse, hat eher Insekten auf dem Speiseplan.

 

 

Die Wespennester

Viele Wespennester werden erst bemerkt, wenn gegen Ende des Sommers die Populationen ihren Höhepunkt erreicht. Man hat also mehrere Monate mit den regen Insekten zusammengelebt, ohne durch diese gestört worden zu sein. Zudem nisten Deutsche und Gemeine Wespe im Dunkeln, so dass man ihre Nester meist nur am emsigen Verkehr am Einflugloch ausmachen kann.

 

VespinaeEin Wespennest im Wohnumfeld

Hat man ein Nest im eigenen Wohnbereich entdeckt, ist das kein Grund zur Panik. Wespen sind von Natur aus nicht aggressiv und greifen nur an, wenn sie ihr Nest gefährdet sehen. Einige Arten, wie zum Beispiel die "Sächsische Wespe", sind selbst im Nestbereich äußerst friedfertig. Auch Hornissen sind friedliche Tiere. Wenn sie sich außerhalb des Nestbereichs bedroht fühlen, ergreifen sie die Flucht und stechen nur, wenn sie gequetscht werden.
Wespengift ist nicht toxischer als das Gift unserer einheimischen Honigbienen. Lediglich bei 2-3 % der Bevölkerung kann das Gift eine allergische Reaktion auslösen, die lebensbedrohlich sein kann.

 

Wie sollte man reagieren?

Ein Handlungsbedarf besteht nur, wenn eine Bedrohung für Menschen in der Umgebung gegeben ist. Eine solche liegt vor, wenn der Aufenthalt in unmittelbarer Nähe des Nestes unvermeidbar ist oder ein Bewohner des Hauses nachweislich unter einer Wespengiftallergie leidet.

vollmundig! - full-bodied!

 

In diesem Fall ist eine Umsiedlung einer chemischen Schädlingsbekämpfung vorzuziehen. Letztere sollte nur erwogen werden, wenn das Nest unzugänglich ist. Einige Landkreise bieten die lokalen Naturschutzbehörden Kontakt zu Personen an, die Wespennester ehrenamtlich oder gegen ein geringfügiges Honorar umsiedeln.

Der beste Weg, mit einem Wespennest im Wohnbereich umzugehen, ist, die Tiere einfach in Ruhe zu lassen und das Nest im Herbst, nach Absterben der Population, zu entfernen. Als angenehmen Nebeneffekt kann man sich daran erfreuen, dass einem die gelb-schwarzen Untermieter viele andere störenden Insekten vom Leib halten.

 

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Veröffentlicht in Insekten & Spinnen

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