Bildbearbeitung und Organisation für Einsteiger mit Freeware

Veröffentlicht auf von MTPortal | Thomas Hohnen

Im Zeitalter der für jedermann erschwinglichen digitalen Kameras rücken Verwaltung und Nachbearbeitung für den "Hobby-Knipser" immer mehr in den Fokus. Große Bildbestände wollen sinnvoll verwaltet und ansprechend präsentiert werden. Profis greifen hier zu teuren Lösungen wie Adobes "Photoshop" zur Bildbearbeitung und "Lightroom" zur Organisation ihrer Werke. Für den Amateur bieten sich da kostenfreie Freeware-Alternativen an, die Ähnliches leisten können.

Verwaltung mit "Picasa"
Zur Verwaltung bietet sich das Programm "Picasa" von Google an.Für den Einsteiger hält diese Software nahezu alles bereit, was für eine effiziente Bilderverwaltung von Nöten ist. Wie die Profi-Anwendungen beherrscht es die Option der non-destruktiven Bearbeitung und Funktionen zur Verschlagwortung der Bilder. Mit der implementierten Gesichtserkennung und dem Geo-Tagging findet man auch Features an, die z.B. "Lightroom" noch nicht aufweist.

"Picasa" katalogfähig machen
Das größte Manko von "Picasa" ist die fehlende Katalogfähigkeit. Das bedeutet, dass man im Gegensatz zu Profilösungen wie "Lightroom" oder "Aperture" prinzipiell an eine Bilddatenbank gebunden ist. "Lightroom" & Co bieten die Möglichkeit, verschiedene Kataloge (Datenbanken) anzulegen, um so gerade größere Bildbestände wirkungsvoll zu verwalten.
Mit dem Freeware-Tool "Picasa Mate" lässt sich aber eine solche Katalogfähigkeit für "Picasa" nachrüsten.

Bildbearbeitung mit "GIMP"
Neben einer soliden Bilderverwaltung spielt weiterhin die Nachbearbeitung der Fotos eine entscheidende Rolle. Mit "GIMP" steht dem ambitionierten Amateur hier eine ziemlich umfassende Anwendung zur Verfügung, die mit vielen semiprofessionellen Computerprogrammen durchaus Schritthalten kann. Die Software arbeitet wie auch "Photoshop" ebenbasiert. Ein essentieller Nachteil dieser Applikation ist, dass sie die zusätzlichen Bildinformationen nach "IPTC-NAA-Standard" löscht. Somit empfiehlt es sich, mit Duplikaten der Bilddateien zu arbeiten und diese später in "Picasa" mit Schlagworten zu versehen.

Workflow
Beginnen sollte man immer mit dem Import der Daten - also der Fotos - in "Picasa". Bevor man weitere Schritte ausführt, sollte man die importieren Bilder sichten und alles löschen, was nicht den Vorstellungen entspricht. Während man das noch tut beginnt "Picasa" automatisch im Hintergrund mit der Geschichtserkennung. Es folgt das Verschlagworten und Geo-Taggen sowie die ersten Retuschen und Justierungen an den Bildern innerhalb der Anwendung. Danach kann man dann ausgewählte Fotos exportieren und die Kopien in "GIMP" modifizieren.

Downloadquellen
"Picasa" kann man sich kostenlos von der Webseite "http://picasa.google.de" herunterladen und unter Windows ab "Windows XP" installieren. Das clevere Programm "Picasa Mate", mit dem man die Katalogfähigkeit nachrüsten kann, ist auf der Webseite "http://sites.google.com/site/moonishsoftwares/picasa-mate" verfügbar.

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